Christliche Präsenz und christliches Zeugnis in der Zukunft für Europa

Europa ist seit mehreren Jahren mit beispiellosen Herausforderungen konfrontiert; dabei der Brexit, langfristige wirtschaftliche Schwierigkeiten in Ländern im Süden, massive Flüchtlings- und Migrationsbewegungen, Bedrohungen für den Frieden und die Stabilität, militärische Konflikte im Osten der Ukraine sowie Probleme in Bezug auf das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen.

Vor diesem Hintergrund hat die KEK eine öffentliche Diskussion angestoßen, indem sie bereits 2016 einen offenen Brief zur Zukunft von Europa an ihre Mitgliedskirchen richtete. Das Dokument widerspiegelt die ursprüngliche Vision der EU und geht die Herausforderungen und neu auftauchenden Spaltungen in der EU aus der Perspektive der Kirchen an. Die Resonanz auf den Brief war überwältigend: schriftliche Antworten, Diskussionen auf nationaler und regionaler Ebene sowie vier von der KEK organisierte Konsultationen im Jahr 2017.

Die Vollversammlung in Novi Sad bietet nun die Chance, die Ergebnisse dieser Konsultationen zusammenzufassen, die Vision zu formulieren, die die Kirchen von Europa haben, und nächste Schritte für die gemeinsamen Handlungen der Kirchen vorzuschlagen.

Christliche Präsenz und christliches Zeugnis in der Zukunft von Europa wird das Thema von zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen auf der Vollversammlung sein.

Die erste (Samstag, 16-18 Uhr), bietet die Gelegenheit, die zweijährige Diskussion zum offenen Brief der KEK zusammenzufassen; weiter umfasst sie Dialog, Austausch und einen besonderen Beitrag von jungen Menschen.

Auf der zweiten Sitzung (Sonntag, 14-16 Uhr) wird eine Vision für die Zukunft von Europa umrissen und die Rolle definiert, die die Kirchen bei der Gestaltung der Zukunft einnehmen sollten. Erforscht werden diese Themen anhand von Präsentationen von Kirchenleitenden und europäischen Politikerinnen und Politikern, dem Erzbischof von Canterbury Justin Welby, der Bischöfin Petra Bosse-Huber, Leiterin der Hauptabteilung Ökumene und Auslandsarbeit im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Die Diskussionen auf der Vollversammlung werden neben den Debatten über die Zukunft von Europa und die Rolle der Kirchen ebenfalls eine Chance sein, eine Vision der Gesellschaft voranzubringen, die die Pflicht zur Solidarität, die Gerechtigkeit und den Respekt für den Nächsten und für die Welt um uns herum umfasst. Weiter werden die fruchtbaren ökumenischen Beziehungen, die eine solche Gesellschaft unterstützen, gefördert. In den Sitzungen zur Zukunft von Europa wird es auch die Möglichkeit geben, über den Weg hin zu diesen Zielen Zeugnis abzulegen.

Lesen Sie mehr über: Welche Zukunft für Europa? Offener Brief und KEK-Konsultation

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